CDU Gemeindeverband Gründau
 
Hessische Landesregierung fördert Gründau reichlich. Drucken
Montag, 20. Dezember 2010 um 07:57 Uhr

Rund 924.000 €  Sonderzuschüsse der Landesregierung  fließen in die Gründauer Gemeindekasse aus dem speziellen Konjunkturprogramm des Landes Hessen. Hessen hatte als einziges Bundesland zu dem 958 Millionen Euro umfassenden Bundeskonjunkturprogramm zusätzlich 1,7 Milliarden Euro in die Hand genommen, um die Konjunkturkrise aktiv zu bekämpfen. Dieser außerordentlich kommunalfreundliche Geldsegen aus Wiesbaden werde in der derzeitigen Diskussion um die Gemeindefinanzen leider oft unterschlagen. Auf diese nach seiner Meinung einseitige Sichtweise macht jetzt der Gründauer CDU –Vorsitzende Norbert Amon aufmerksam.  Er bezog sich damit auch ausdrücklich auf die negative Kritik des Gründauer Bürgermeisters Merz zum hessischen Finanzausgleich. Auch in der Vorwahlzeit gehöre eine ausgewogene Berichterstattung  zum guten Ton aus dem Rathaus, meint Amon.
Mit diesen gesonderten  Landesmittel  wurden  in Gründau 16 für die Bürger sehr wichtige kommunale Maßnahmen gefördert und realisiert.  Ohne diese Geldspritze  aus Wiesbaden wären diese Vorhaben nie oder erst viel später in Angriff genommen worden. Bei einem Gesamtvolumen von rund 1,4 Millionen Euro habe das  Land Hessen 924.000 Euro, der Bund 184.000 Euro finanziert.  Der  Gemeinde- Etat habe dagegen nur 217.000 Euro, also 15 %, aufbringen müssen. Durch zusätzliche Maßnahmen für den Bau der Liebloser Gymnastikhalle, die in der ursprünglichen Kalkulation gefehlt hatten, musste allerdings der Gründauer Eigenanteil zusätzlich aufgestockt werden.
Im einzelnen verweist  Norbert Amon auf die Projekte in fast allen Gründauer Ortsteilen. In Lieblos  habe die alte Turnhalle eine neue Wärmedämmung erhalten verbunden mit einer ansprechenden Optik und einer erneuerten Lüftungsanlage. Die neue Gymnastikhalle  sei so möglich geworden. Der Küchentrakt im Kindergarten Euler wurde saniert.  Im Rathaus wurden Fenster und Türen erneuert . Die Befestigung des Parkplatzes im Bürgerzentrum verdankt sein Entstehen dem  Konjunkturprogramm.  
Auch die Modernisierung der Beschallungsanlage und der Beleuchtung sowie ein neuer Bühnenvorhang im  Gemeinschaftshaus in Rothenbergen seien mithilfe der Wiesbadener Unterstützung durchgeführt worden.
Der neue schmucke Dorfplatz in Niedergründau sowie der umfangreiche Umbau des Gemeinschaftshauses Niedergründau  seien durch das  gleiche Förderprogramms realisiert werden.
Weitere Projekte im Rahmen des Konjunkturprogrammes lassen sich für Mittel-Gründau umsetzen. Im Feuerwehrgerätehaus stehen Malerarbeiten und Wärmedämmung an,  in der Mehrzweckhalle habe die gesamte Technik und der Sanitärtrakt  eine Erneuerung erfahren. Auch der neue Verkehrskreisel  an der Domäne sei bei Gesamtkosten von 320.000 Euro mit diesen Landesmitteln für die Gemeinde Gründau kostengünstig finanziert.
In Hain-Gründau soll am Bolzplatz ein Ballfangzaun angebracht werden. Mehrere kleinere Projekte verbessern in Breitenborn die dortige Infrastruktur. Für insgesamt 50.000 sind am Kindergarten  Energiesparmaßnahmen, darunter auch die Fenstererneuerung angemeldet. Umbau und Renovierung der Empore und es  Fußbodens  des  Gemeinschaftshauses werden gefördert  sowie die Modernisierung der Technik. Das Vordach der  Aussegnungshalle in Breitenborn erhält einen Windschutz.
Als  Maßnahme des Main-Kinzig-Kreises innerhalb dieses Konjunkturprogramms wurde an der Anton-Calaminus-Schule in Rothenbergen eine Dachsanierung einschließlich Wärmedämmung durchgeführt.
Alles in allem, so resumiert Norbert Amon, zeige dieses umfangreiche Maßnahmenpaket  eindrucksvoll das erfolgreiche Bemühen der Landesregierung  um kommunale Förderung, gerade auch zugunsten unserer Gemeinde. Dies sollte der Fairness wegen durchaus berücksichtigt werden.. Allerdings müssten sich Politik und Bürger  darauf einstellen, dass in Zukunft gerade im Landes- und Bundesbereich Einnahmen und Ausgaben im Einklang gebracht und somit auch manch lieb gewordenen Zuschusstöpfe für die Kommunen beschnitten werden müssen. Die Gründauer CDU als kommunalpolitische Mehrheitsfraktion habe in den vergangenen Jahrzehnten stets mit finanziellen Weitsicht agiert. Nur mit dem aus CDU-Zeiten angelegten Sparstrumpf  sei es deshalb möglich, dass die Gemeinde  zwar für 2011 einen defizitären Haushalt vorlege, den Fehlbetrag aber durch angesammelte Rücklagen ausgleichen kann.