CDU Gemeindeverband Gründau
 
Die Gründauer SPD im Wandel Drucken
Dienstag, 22. März 2011 um 00:00 Uhr
Die SPD vollzieht eine Wandlung, die sie anderen Parteien nicht zubilligt. Sie behauptet von sich lernfähig zu sein. So beim Thema Finanzen. Man gibt sich sparsam, will die Kosten im Blick haben. All das will sie von der CDU, die dies jahrzehntelang zur „best practice“ gemacht hat, abschauen. Lobenswert!
Nur sind es aber die gleichen Personen, die im Jahr 2009 für das Frauenhaus 1€ pro Einwohner gefordert haben, also ca. 15000.- Euro jährlich. Die Durchschnittsberechnung aller Kommunen, die von dem CDU Gemeindevertreter Thomas Dauth in der Ausschusssitzung der SPD vorgelegt wurde, ergab dann nur rund 17 Cent pro Einwohner, was dann zur Spendengrundlage gemacht wurde. Wer war hier lernfähig, sparsam, hat die Kosten im Blick? So wurden in den letzten zwei Jahren 25000.- Euro eingespart und die Gemeinde Gründau leistet einen angemessenen Beitrag!
Vergessen will die SPD dabei, dass gleichzeitig eine Resolution an den Kreis beschlossen wurde, dies zukünftig, wie schon über Jahrzehnte durch die CDU gefordert,  kreisübergreifend von allen nutzenden Kommunen zu bezahlen, um somit eine Finanzierungssicherheit für das Frauenhaus zu erreichen. Auf Basis der Einwohnerzahlen könnte hier ein Finanzierungsschlüssel wie bei der Schulsozialarbeit gefunden werden, aber der SPD Beigeordnete Kavai glänzt durch Untätigkeit.
Vergessen ist auch, dass die SPD noch vor Jahren für jeden Ortsteil eine Bibliothek einführen wollte. Auf Grund der unkalkulierbaren Folgekosten konnte diesem Antrag durch die CDU/FWG Mehrheit nicht zugestimmt werden. Ein Ausbau und die laufende finanzielle Unterstützung der Schulbüchereien erschien da effektiver.Denn wer hatte die Folgekosten im Blick ?
Den Vogel hatte allerdings der Finanzexperte und jetzige Fraktionsvorsitzende der SPD vor Jahren abgeschossen. Bei einer Sitzung zur Zukunft der Domäne in Mittel-Gründau legte er ein Konzept vor, nachdem die Gemeinde für einen Euro die Domäne kaufen und dann für ca. 3 Millionen umbauen sollte. Das Konzept sei so sicher, dass die investieren Millionen wieder eingespielt werden. Dies lehnte der CDU-Bürgermeister damals mit der Begründung ab, dass die Gemeinde Gründau nicht unternehmerisch tätig sein sollte, da es sich schließlich um das Geld der Bürger handelt und man damit keine Risiken eingehen sollte. Da später auch keine privaten Investoren für seinen todsicheren Plan gefunden wurden, war es sicherlich eine gute Entscheidung, diesen Antrag abzulehnen. Nicht auszudenken, wie viel Geld Gründau verloren hätte, wenn der damalige Bürgermeister einen solchen Beschluss einer SPD Mehrheit hätte umsetzen müssen.
Aber jetzt wird ja alles anders. Man ist ja lernfähig und hat gelernt, was die Bürger an der CDU Jahrzehnte lang geschätzt haben. Nur liest man den Werbeflyer der SPD da scheint es einem, als würden die Ideen der letzten Jahre nur so aus Ihnen herausplatzen. Es liest sich wie ein Einkaufskatalog, allerdings immer mit dem Hinweis: „… wenn es finanziell machbar ist.“  Dumm ist nur, dass, wenn man viel verspricht, man auch viel halten muss. Aber es ist ja nur das Geld der Anderen!
Ein Beispiel wäre der Erhalt des Hallenbades in Gelnhausen, um den Schwimmunterricht sicherzustellen. Unangenehm ist nur, dass der Parteigenosse Pipa, der im Übrigen als Schulträger den Schwimmunterricht sicherstellen muss, aus dem Hallenbadzweckverband aussteigt. Sagt man aber lieber nicht, ist ja Wahlkampf. Grundsätzlich sagt man in Gründau seitens der SPD sowieso nichts gegen Herrn Pipa. Man spricht vom „Schreckgespenst“ Autobahnraststätte an der A66. In Gründau will man davon nichts wissen, in den Nachbargemeinden Gelnhausen und Linsengericht rebellieren selbst die Parteigenossen gegen den amtierenden Landrat. Warum ist das so? Hat das etwas mit dem ruhenden Genehmigungsantrag der Erddeponie zu tun? Wo ruht er denn? Nicht bei der Gemeinde Gründau! Die wurde lediglich angehört! Das wäre so, als schimpfe man auf den Ortsbeirat, der beratende in ein Verfahren mit einbezogen wird, wenn die Entscheidung bei der Gemeindevertretung liegt. Die Entscheidung über die Erddeponie liegt alleine beim Kreis! Da hat der Landrat wohl ein Wörtchen mitzureden, oder? Also halten alle bis zur Wahl bei kritischen Themen still und dann kommt das dicke Ende.
Der Bürgermeister braucht keine SPD-Mehrheit, oder sollte sie lieber nicht bekommen, denn er wird auch deren Beschlüsse einfach umsetzen müssen. Und liest man den Einkaufzettel der SPD, dann wird er viel umsetzen müssen. So ist das eben mit einem Bürgermeisteramt.
Wäre seine „Partei“ die Gemeinde Gründau, dann hätte er nicht auf der SPD Liste als Spitzenkandidat kandidieren sollen. Für vernünftige Ideen und Vorschläge war die CDU/FWG Mehrheit immer zu haben, nur bei Ideologiepolitik nach dem Beispiel 1€ pro Einwohner machen wir nicht mit. Da ist uns das Geld der Bürger zu schade.