Offen denken statt vorab einschränken

Chancen für Rothenbergen nutzen

Die CDU-Fraktion in der Gemeindevertretung Gründau begrüßt die Zustimmung der Fraktionen SPD und FWG zur Entwicklung des gemeindlichen Areals rund um das ehemalige Nahkauf-Gebäude in Rothenbergen. Einigkeit besteht darin, dass das zentral gelegene Gelände einer nachhaltigen und tragfähigen Nutzung zugeführt werden soll. 

Für die CDU steht fest: Gerade weil sich das Areal vollständig im Eigentum der Gemeinde befindet, ist es verantwortungsvoll, frühzeitig unterschiedliche Ideen, Konzepte und Investitionsimpulse einzuholen – bevor politische Festlegungen getroffen werden. Wer gestalten will, sollte zunächst wissen, welche Möglichkeiten realistisch bestehen. 

Die CDU weist den Eindruck zurück, ein Interessenbekundungs- oder Konzeptverfahren sei ein „zweiter Schritt vor dem ersten“. Ein solches Verfahren bedeutet gerade keine Vorentscheidung, keinen Verkauf und keine Beauftragung. Es dient vielmehr dazu, Optionen sichtbar zu machen und eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Gemeindevertretung und den Ortsbeirat zu schaffen. 

“Wer zunächst enge Bedarfsdefinitionen festlegt, läuft Gefahr, innovative oder neuartige Lösungen von vornherein auszuschließen. Offenheit am Anfang erweitert den Handlungsspielraum – sie schränkt ihn nicht ein” so Stefan Lauber (CDU), Ortsvorsteher von Rothenbergen.  

Eine strukturierte Bedarfsdiskussion im Ortsteil kann sinnvoll sein. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass reine Wunschabfragen häufig bekannte Positionen wiederholen. Ein offenes Ideenverfahren kann zusätzliche, bislang nicht gedachte Lösungsansätze aufzeigen. 

Zudem ist Bürgerbeteiligung umso fundierter möglich, wenn konkrete Entwürfe auf dem Tisch liegen. Über reale Konzepte lässt sich sachlicher und zielgerichteter diskutieren als über abstrakte Vorstellungen. 

Die CDU schlägt ein klar strukturiertes, mehrstufiges Vorgehen vor. In einem ersten Schritt erfolgt ein offener und unverbindlicher Ideen- und Konzeptaufruf. Ziel ist es, unterschiedliche Nutzungsvorschläge, architektonische Ansätze und wirtschaftliche Modelle sichtbar zu machen. Dieses Verfahren dient ausschließlich der Informationsgewinnung und Entscheidungsgrundlage – es beinhaltet weder eine Vorfestlegung noch eine Vergabe oder einen Verkauf. 

Im nächsten Schritt werden die eingegangenen Konzepte bewertet. Auf dieser Grundlage kann die Gemeindevertretung mit dem Ortsbeirat verbindliche Rahmenbedingungen definieren, Prioritäten festlegen und das weitere Vorgehen beschließen. Damit verbindet das Verfahren Offenheit in der Ideenphase mit klarer kommunaler Steuerung in der Entscheidungsphase. Die Letztentscheidung bleibt wie immer bei der Gemeindevertretung. 

Selbstverständlich richtet sich ein solches Verfahren nicht nur an privatwirtschaftliche Investoren. Auch Genossenschaften, gemeinwohlorientierte Träger, Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie weitere geeignete Akteure sollen ausdrücklich angesprochen werden. Entscheidend ist die Qualität und Tragfähigkeit der Konzepte – nicht die Organisationsform. 

„Wir sollten uns nicht von vornherein auf einzelne Nutzungsideen festlegen. Wichtig ist, dass wir alle realistischen Möglichkeiten prüfen und dann gemeinsam entscheiden, was langfristig am besten zu Rothenbergen passt.“ so Lauber abschließend. 

Die CDU wird am Samstag, den 28. Februar, von 15:30 Uhr bis 18:00 Uhr direkt am Nahkaufgelände vor Ort sein, um mit den Bürgerinnen und Bürgern über die Zukunft des Areals ins Gespräch zu kommen. Anregungen, Ideen und konstruktive Vorschläge sind ausdrücklich willkommen.  

Für die CDU gilt: Die Entwicklung des Nahkauf-Areals ist eine langfristige Entscheidung für Rothenbergen. Gerade deshalb sollten wir offen denken, Optionen prüfen und Chancen nutzen – statt uns frühzeitig selbst zu begrenzen. 

 

Herr Frau
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